Forpheus

Ping-Pong Roboter

Die alljährlich in Las Vegas stattfindende Consumer Electronics Show CES ist voller bizarrer Technologie. Darunter gestengesteuerten Drohnen oder Massagesessel, die mehr kosten als ein Auto. Auch wirklich sinnvolle Dinge sind unter den Neuheiten: Ein Motorradhelm von der Firma Skully etwa mit einer Kamera im hinteren Bereich und einem kleinen Display vorne, damit die Fahrer sehen können, was hinter ihnen passiert. Oder sogenannte Eye-Tracking-Technologie von einer schwedischen Firma namens Tobii, mit der man etwa virtuelle Waffen mit den eigenen Augen benutzen kann. Eine Technik, die sich eventuell auch auf die Arbeitswelt, wie etwa im Bereich der Fertigung übertragen lässt. 
Nun aber wieder zum unterhaltsamen Teil der Show, dessen Star ganz eindeutig Forpheus war, ein Ping-Pong-spielender Roboter des japanischen Technologieunternehmens Omron. Jedes Mal, wenn dieser Roboter in Aktion war, bildeten sich große Menschentrauben. Und das nicht ohne Grund.
Forpheus ist gute 3m groß und wahrscheinlich zu breit, um im eigenen Keller oder Spielzimmer Platz zu finden. Als Tischtennis-Trainer in einer Halle zum Beispiel hat er aber das Zeug, seinen menschlichen Gegenspieler tatsächlich etwas beizubringen und einen aufregenden Ballwechsel in Gang zu halten.

Der Bot verwendet eine Kombination aus Kameras und Software für künstliche Intelligenz, um den Tischtennisballball zu verfolgen und zu bestimmen, wie er innerhalb von Millisekunden zurückgeschlagen werden kann.
Jeder, der schon einmal Tischtennis gespielt hat, weiß, dass man dabei Dinge wie Geschwindigkeit, Balldrehung und -richtung berücksichtigen muss, ganz zu schweigen von dem Winkel, in dem man den Ball zurückgeben muss, um ihn im Spiel zu halten. Auf der Website des Unternehmens heißt es: "Der Standort des Balls wird bis zu 80 Mal pro Sekunde erfasst.“ Forpheus kann sogar die "Bewegungen seines Gegners nutzen … um vorherzusagen, wann ein Smash kommt".
Ein Ping-Pong-spielender Roboter ist zwar nicht wirklich notwendig in diesen Tagen. Aber es ist durchaus vorstellbar, diese Art von Technologie in Bereichen wie dem Transportwesen anzuwenden.
Und wenn nicht, können zumindest alle endlich an einer perfekten Rückhand arbeiten.

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